© Bremer Fachtag für Quartiersentwicklung – 02./03. September 2026
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02.–03. September 2026  ·  Bremen

Bremer Fachtag Quartiers­entwicklung

Transformation mutig gestalten – gemeinwohlorientiert, sozial, ökologisch

Veranstaltungsorte
Ellener Hof
Osterholz
Hachez Quartier
Neustadt
Eldon-Burke-Quartier
Burglesum
Schematische Karte Bremens mit den drei Fachtag-Quartieren als farbige Puzzleteile

Warum dieser Fachtag?

Städte befinden sich in einem tiefgreifenden Wandel. Klimakrise, steigende Bau- und Energiekosten, wachsende soziale Ungleichheiten sowie veränderte gesellschaftliche Ansprüche erhöhen den Druck auf bestehende Strukturen. Gleichzeitig besteht bei vielen Menschen der Wunsch nach Mitgestaltung und einem Gemeinwesen, das unterschiedliche Lebensentwürfe, Bedürfnisse und Perspektiven ernst nimmt.

Bremen entwickelt seit mehreren Jahren unterschiedliche Quartiere, die auch Umwandlungsprozesse im Bestand berücksichtigen. Die Ebene der Quartiere spielt in dieser Transformation eine zentrale Rolle, denn Quartiere tragen zur direkt erfahrbaren städtischen Lebensqualität bei. Sie können der Ort sein, an dem soziale Teilhabe, nachbarschaftliches Miteinander und ökologisches Handeln konkret werden.

Im Mittelpunkt des Fachtags stehen drei zentrale Themenbereiche

Skizze: Menschen rund um gemeinschaftliche Hochbeete

Gemeinwohlorientiert handeln und sozialen Zusammenhalt stärken

Unterschiedliche Lebens- und Ressourcenlagen prägen das städtische Miteinander, während sich Nachbarschaften wandeln und gesellschaftlicher Zusammenhalt fragiler wird. Vielfältige und teils widersprüchliche Interessen gehören jedoch zur Stadtgesellschaft. Quartiere können hierzu beitragen, indem sie Begegnung, Gemeinschaft, Teilhabe und transparente Kooperation fördern.

Skizze eines Wohngebäudes mit Solardach

Bauen, Bestandsentwicklung und Wohnen transformieren

In vielen Gebäuden kommt es zu einer Veränderung der bisherigen Nutzungen, während Wohnraum knapp bleibt. Nachverdichtung, Umnutzung und zirkuläre Bauweisen bieten Potenziale, um Wohnraum zu schaffen, bestehende Strukturen zukunftsfähig weiterzuentwickeln und dabei sozialen Wohnungsbau, inklusives und sozial gemischtes Wohnen, gemeinschaftliche Freiraumnutzung und einen ressourcenschonenden Umgang mit Flächen zu kombinieren.

Skizze von Bäumen, Sträuchern und Vögeln

Klimaanpassung vorantreiben

Faktoren wie Hitze, Starkregen, begrenzte Flächen und Biodiversitätsverlust machen klimaresiliente und ressourcenschonende Lösungen notwendig. Das umfasst zum Beispiel blau-grüne Infrastrukturen, Umgang mit Hitze, wassersensible Gestaltungen im Freiraum und klimafreundliche Mobilität. Gleichzeitig braucht es eine nachhaltige Energie- und Wärmeversorgung, um Quartiere zukunftsfähig auszurichten.

Der Fachtag

Die Bremer Heimstiftung, die Stiftung Friedehorst und die denkmalstadt veranstalten diesen Fachtag, um Beispiele aus Bremen und Deutschland zu diskutieren und der Frage nach den Gelingensfaktoren für eine gemeinwohlorientierte, soziale, ökologische und zukunftsfähige Transformation in Stadt und Quartier nachspüren.

Vorgestellt werden die drei Bremer Quartiersprojekte Ellener Hof, Hachez Quartier, Eldon-Burke-Quartier sowie weitere spannende Beispiele aus ganz Deutschland. Eine inspirierende Keynote, Impulsvorträge und Diskussionsrunden mit Projektbeteiligten, Bremer Akteuren und Vertreter:innen aus der Politik ergänzen das Programm.

Bremer Quartiersprojekte

Drei Quartiere im Fokus

Ellener Hof
10 Hektar In Teilen realisiert

Ellener Hof

Der Ellener Hof entwickelt als sozial-ökologisches Modellquartier Antworten auf die aktuellen Anforderungen an eine nachhaltige Quartiersentwicklung im Sinne der neuen Leipzig-Charta 2020. Hier entsteht im Bremer Stadtteil Osterholz ein Stadtquartier mit ca. 500 Wohneinheiten für etwa 1.000 Menschen. Die Gebäudetypologien umfassen eine Vielzahl unterschiedlicher Wohnformen, wobei die Schaffung von sozial durchmischtem, generationenübergreifendem und inklusivem Wohnraum im Vordergrund steht. Neben den neuen Gebäuden ist der Ellener Hof geprägt durch die Belebung des neu genutzten und sanierten Bestands.

Foto: Rainer Geue
Hachez Quartier
1,1 Hektar Aufgestellter Bebauungsplan

Hachez Quartier

Die denkmalstadt GmbH entwickelt in der Alten Neustadt in Bremen revitalisierte Industriegebäude zu einem lebendigen, vielfältigen Quartier. Die Stahlfabrik der historischen Schokoladenfabrik Hachez soll in ihrer Besonderheit bewahrt und durch zeitgemäße Nutzungen zu neuem Leben erweckt werden. Geplant sind sensible bauliche Ergänzungen, neue Freiflächen und die Öffnung des Quartiers für die Öffentlichkeit. Der sogenannte Klimaturm, eine zentrale Wärmepumpe, wird das Quartier mit Wärme und Kälte versorgen.

Grafik: denkmalstadt
Eldon-Burke-Quartier
17 Hektar Vorbereitung der Bauleitplanung

Eldon-Burke-Quartier

Auf dem Gelände der Stiftung Friedehorst im Bremer Stadtteil Lesum finden zurzeit die Pflege älterer Menschen, die berufliche Rehabilitation und die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen statt. Aufbauend auf einem Siegerentwurf eines städtebaulichen Wettbewerbs im Jahr 2024 ist ein Masterplan entstanden, der einen vergrößerten Park, eine Holzkirche und den markanten Baumbestand für einen gemeinschaftlich nutzbaren, inklusiven Ort für Alle ins Zentrum stellt. Ziel ist ein stärkerer Nutzungsmix auf dem Gelände, hinzu einem sozial-ökologischen Quartier mit einer Innenentwicklung für ein inklusives urbanes Leben.

Foto: Friedehorst/adpleo

Und über Bremen hinaus

Quartiersprojekte in Deutschland

BOB Campus Wuppertal
8.400 m² Realisiert

BOB Campus in Wuppertal

Der BOB CAMPUS im Bezirk Oberbarmen wurde von der Montag Stiftung Urbane Räume in Kooperation mit der Stadt Wuppertal initiiert und in einem kooperativen Planungsprozess auf dem ehemaligen, 8.400 m² großen Fabrikgelände des August Bünger Bob-Textilwerks als multifunktionaler Stadtteilcampus neu entwickelt. Auf dem zuvor brachliegenden Außenbereich ist ein 4.500 m² großer öffentlicher Nachbarschaftspark entstanden.

Foto: BOB Campus Wuppertal
Steingauquartier Kirchheim unter Teck
3,5 Hektar Realisiert

Steingauquartier in Kirchheim unter Teck

Die Stadt Kirchheim unter Teck hat auf dem 3,5 ha großen Areal Grundstücke erworben und mittels Konzeptverfahren an Baugemeinschaften und lokale Bauträger vergeben. Entstanden ist ein zukunftsoffenes Stadtquartier mit etwa 375 Wohnungen in großer Wohnvielfalt und 25 gewerblichen Betrieben. Es sind unterschiedliche Formen des Familienwohnens, temporäre Wohnformen, kooperative und integrative Wohnmodelle vorhanden. Die allgemein zugänglichen privaten Innenhöfe wurden im planerischen Dialog entwickelt.

Foto: Jürgen Pollak
Prinz Eugen Park München
30 Hektar Realisiert

Prinz Eugen Park München

Auf dem 30 ha großen Gelände der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne in Bogenhausen ist ein neues Quartier mit etwa 1.800 Wohnungen entstanden. Davon sind fast 600 Wohnungen in einer Ökologischen Mustersiedlung in Holzbauweise errichtet worden. Zur Errichtung der Wohnanlagen hat sich die städtische Wohnungsbaugesellschaft Münchner Wohnen mit Genossenschaften, Baugemeinschaften und freien Bauträgern zu einem Konsortium zusammengeschlossen.

Foto: sdg 21 2020

Programm

02.09.2026 – 03.09.2026

02. September Ellener Hof, Kulturaula · Pawel-Adamowicz-Straße 2B · 28327 Bremen
13:30
Ankommen und Registrieren
14:00
Begrüßung
Özlem Ünsal
Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung

André Vater
Bremer Heimstiftung

Bettina Wegner
Vorständin Stiftung Friedehorst

Luis Hornung
Geschäftsführung denkmalstadt

Petra-Janina Schultz
Moderation
14:30
Keynote
Andrea Gebhard
Präsidentin Bundesarchitektenkammer
15:00
Vorstellung der Bremer Projekte
Ellener Hof, Eldon-Burke-Quartier, Hachez Quartier
Christoph Theiling
p+t planung
15:20
Pause – Kaffee
15:40
Vorstellung Steingauquartier
Gernot Pohl
Abteilungsleitung Städtebau und Baurecht, Stadt Kirchheim unter Teck
16:00
Vorstellung BOB Campus
Robert Ambrée
Referent Gemeinwohl, Montag Stiftung Urbane Räume
16:20
Vorstellung Prinz Eugen Park
Nathalie Schaller
stattbau münchen
16:40
Rundgang Ellener Hof in Gruppen
Bremer Heimstiftung · p+t planung
17:50
Pause – Imbiss
18:20
Abschlusspodium Quartiersprojekte
Gernot Pohl
Abteilungsleitung Städtebau und Baurecht, Stadt Kirchheim unter Teck

Robert Ambrée
Referent Gemeinwohl, Montag Stiftung Urbane Räume

Nathalie Schaller
stattbau münchen

Bremer Projekte
Ellener Hof, Eldon-Burke-Quartier, Hachez Quartier

Andrea Gebhard
Präsidentin Bundesarchitektenkammer
19:20
Get Together
Getränke und Buffet
03. September Hachez Quartier · Westerstraße 36 · 28199 Bremen
9:00
Ankommen
Kaffee, Snacks
9:15
Begrüßung
Petra-Janina Schultz
Moderation
9:30
Rundgang Hachez Quartier in Gruppen
denkmalstadt
10:40
Fachlicher Input: Bauen, Bestandsentwicklung, Transformation im Wohnen
Anja Bierwirth
Leiterin Forschungsbereich Stadtwandel, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie
10:55
Fachlicher Input: Nachhaltigkeit, Klimaanpassung, Energieversorgung
N.N
energiekonsens – Klimaschutzagentur
11:10
Podium Politik / Bremer Akteure
Bithja Menzel
Sprecherin für Bau- und Stadtentwicklungspolitik, DIE GRÜNEN

Falk Wagner
Sprecher für Bau, Wohnen und Stadtentwicklung, SPD

Sofia Leonidakis
Sprecherin für Bau/Wohnen/Stadtentwicklung, DIE LINKE

André Grobien
Präses Handelskammer Bremen

Thomas Kurzke
Präses Handwerkskammer Bremen

Oliver Platz
Präsident Architektenkammer Bremen
12:15
Bustransfer zum Eldon-Burke-Quartier
03. September Eldon-Burke-Quartier · Rotdornallee 64 · 28717 Bremen
12:45
Pause – Mittagessen
13:45
Rundgang Eldon-Burke-Quartier in Gruppen
Stiftung Friedehorst · p+t planung
15:00
Fachlicher Input: Gemeinwohlorientierung
Frauke Burgdorff
Stadtbaurätin Stadt Aachen
15:15
Input: Bremen – Land der Quartiere, Auf dem Weg zu einer IBA
Miryam Blobel
Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung
15:30
Pause – Kaffee
16:45
Abschlusspodium
Bettina Wegner
Vorständin Stiftung Friedehorst

André Vater
Vorstand Bremer Heimstiftung

Dr. Klaus Meier
Geschäftsführung denkmalstadt

Referent:innen fachliche Inputs
17:45
Abschluss und Ausblick
N.N

Praktische Informationen

Anmeldung & Hinweise

Anmeldung

Wir bitten um eine verbindliche Anmeldung aller teilnehmenden Personen unter Angabe der gewünschten Teilnahmetage bis zum 26.06.2026 an fachtag_quartier@pt-projekte.de.

Falls mehr Registrierungen eingehen als Plätze zur Verfügung stehen, entscheidet das Los über die Teilnahme. Eine Information, ob Sie teilnehmen können, erhalten Sie nach dem 26.06.2026.

Übernachtung

Bei Interesse an einer oder mehr Übernachtungen in Bremen, melden Sie sich gern. Es stehen Kontingente im John & Will Silo Hotel zur Verfügung.

Barrierefreiheit

Wenn Sie Unterstützung für eine barrierearme Teilnahme benötigen, geben Sie uns bitte Bescheid – wir versuchen dies gerne zu ermöglichen.

Medienkontakt

Als Medienvertreter:innen können Sie sich gern per Mail für den Fachtag akkreditieren. Pressemitteilungen, Bildmaterial oder Interviewanfragen? Wir unterstützen Sie gern:

Martin Höche-Heemsath
Leitung PR und Marketing, Friedehorst
0421 6381 247
Kommunikation@friedehorst.de

Partner

Veranstalter & Kooperation

Veranstaltet durch:
Stadtleben Ellener Hof denk×stadt Friedehorst
in Kooperation mit:
Architektenkammer der Freien Hansestadt Bremen

Kontakt für Rückfragen

p+t planung

Für Fragen zur Veranstaltung wenden Sie sich direkt an unser Team:

fachtag_quartier@pt-projekte.de
Gesche Weiss
0421 46848865
Chiara Kerber
0421 61072937